
Physical Security
Sicherheitskonzepte
Risikobasierte Sicherheitskonzepte, die Schutzziele, bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen zu einem stimmigen Ganzen verbinden.
Überblick
Ein tragfähiges Sicherheitskonzept beginnt nicht mit der Technik, sondern mit dem Schutzziel. Bevor eine einzige Kamera oder ein einziger Melder geplant wird, klären wir, was geschützt werden soll, gegen welche Gefährdungen und in welchem Maß. Werte, Personen, Betriebsabläufe und mögliche Schadenszenarien werden systematisch erfasst – denn nur ein Konzept, das die richtigen Fragen am Anfang stellt, vermeidet teure Fehlinvestitionen am Ende.
Methodisch orientieren wir uns an etablierten Standards. Die Risikobewertung folgt den Grundsätzen der ISO 31000 (Risikomanagement), die Sicherungsplanung den VdS-Sicherungsleitfäden. Für bauliche Maßnahmen ziehen wir die Widerstandsklassen (Resistance Class, RC) nach DIN EN 1627 heran, die definieren, wie lange ein Bauteil einem Einbruchsversuch standhält. So entsteht ein nachvollziehbarer roter Faden von der Gefährdung über das Schutzziel bis zur konkreten Maßnahme.
Inhaltlich bauen unsere Konzepte auf dem bewährten Dreiklang aus baulich-mechanischen, elektronischen und organisatorischen Maßnahmen. Die mechanische Sicherung bildet das Fundament – sie verschafft die Zeit, die elektronische Detektion und organisatorische Intervention brauchen, um wirksam zu werden. Erst das Zusammenspiel von Mechanik, Meldetechnik und definierten Reaktionsabläufen ergibt echten Schutz; eine einzelne Komponente bleibt Stückwerk.
Ein Sicherheitskonzept ist kein statisches Dokument, sondern muss zu den realen Abläufen passen und mit ihnen leben. Wir berücksichtigen Betriebszeiten, Besucher- und Lieferverkehr, Schnittstellen zu IT-Sicherheit und Brandschutz sowie die Frage, wer im Ernstfall was tut. Wo regulatorische Anforderungen greifen – etwa KRITIS-Vorgaben oder die Sorgfaltspflichten aus NIS2 – verzahnen wir das physische Konzept mit den übergeordneten Compliance-Anforderungen.
Das Ergebnis ist ein dokumentiertes, prüffähiges Konzept, das sich gegenüber Versicherern, Behörden und Auditoren belegen lässt – und das als gemeinsame Grundlage für alle nachgelagerten Gewerke dient: technische Planung, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Einbruchmeldetechnik, Perimeterschutz und Sicherheitszentrale.

